Was ist Demenz ? - Ergotherapie in der Geriatrie

Die Krankheit Demenz kommt nicht plötzlich von einem Tag auf den anderen, sondern entsteht langsam. Die Symptome sind zu Beginn nicht leicht zu erkennen. Oft merken die Angehörigen die ersten Veränderungen eher als die Betroffenen selbst. Nicht jede Beeinträchtigung der Merkfähigkeit ist schon ein Alarmsignal.

Dennoch sollten Zeichen der Vergesslichkeit, eine Antriebsschwäche und Unlust, Sprach- und/oder Orientierungsschwierigkeiten ernst und zum Anlass genommen werden, eine ärztliche Untersuchung durchführen zu lassen.

 

Gerade im Anfangsstadium versuchen Betroffene die Beschwerden zu überspielen und zu bagatellisieren. Aber gerade die Früherkennung der Demenz ist sehr wichtig, um rechtzeitig eine geeignete Behandlung einzuleiten.

 

Folgende Beschwerden gelten als Warnsignale:

→   kurz zurückliegende Ereignisse werden vergessen

→   Alltagsaktivitäten und gewohnte Tätigkeiten (z.B. Anziehen, Einkaufen) fallen schwer

→   Es kommt zu Sprachstörungen

→   Das Interesse an Hobbys und/oder der Arbeit lässt nach

→   Sich einer fremden Umgebung zurechtzufinden fällt schwer

→   Finanzielle Angelegenheiten werden nicht mehr richtig überblickt

→   Es kommt zu bisher nicht bekannten Stimmungsschwankungen

→   Gefahren werden nicht mehr richtig eingeschätzt

→   Ängstlichkeit, Misstrauen und vermehrte Reizbarkeit treten neu auf

→   Fehler und Irrtümer werden hartnäckig abgestritten und geleugnet

Demenz ist nicht heilbar, aber Ergotherapie hilft, den Verlust von Handlungs-

und Merkfähigkeit zu verzögern.

 

In einer neuen Studie konnte die Wirksamkeit der Ergotherapie bei Demenz nachgewiesen werden, sofern diese an die jeweiligen Bedürfnisse des

Patienten angepasst ist.

Frühes Demenzstadium

→   Vergesslichkeit

→   Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen

→   Orientierungsstörungen

→   Müdigkeit, Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Stimmungsschwankungen

Ziel der Ergotherapie ist es bestehende körperliche, geistige und psychische Fähigkeiten der Betroffenen so lange als möglich zu erhalten und teilweise sogar zu verbessern.

Mittleres und schweres Demenzstadium

(Alltagsbewältigung ist deutlich eingeschränkt)

→   Schwere Gedächtnis Konzentrations-und Aufmerksamkeitsstörungen

→   Desorientiert zu Zeit, Ort und Person

→   Ausgeprägte Sprachstörungen

→   Nichterkennen von vertrauten Personen Handlungsunfähigkeit

→   Verhaltensveränderungen (Aggressionen, Apathie)

Ziel der Ergotherapie ist es durch Hilfsmittel und Veränderungen in der Wohnung den Alltag zu erleichtern, das Fortschreiten der Demenz zu verzögern und die Lebensqualität sowohl des Patienten als auch der Angehörigen so weit wie möglich zu verbessern

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