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Kinder mit umschriebener Entwicklungsstörung

der motorischen Funktionen (UEMF)

Hauptmerkmale der Entwicklungsstörung sind Bewegungs- und Koordinationsprobleme. Diese können sowohl die Grobmotorik als auch die Feinmotorik betreffen. Ganz alltägliche Handlungen, wie z.B. eine Jacke anziehen, fallen den Kindern schwer. Sie brauchen sehr viel länger und müssen sich viel mehr anstrengen als gleichaltrige Kinder, um neue Bewegungsabläufe zu lernen.

Im Alltag, in der Schule oder im Kindergarten können sich diese

Schwierigkeiten wie folgt zeigen.

Das Kind

• kann einen Ball nicht altersentsprechend fangen und werfen

• erlernt das Radfahren (Laufrad, Roller …) sehr spät oder

gar nicht

• klettert ungern und springt nicht über kleine Hindernisse

• hat Mühe, neue Bewegungsabläufe (im Sportunterricht,

Schwimmen) zu erlernen

• hat keine Freude an Bewegung und an Mannschaftsspielen

Neben diesen möglichen Auffälligkeiten bei großen, grobmotorischen Bewegungen können auch feinmotorische Aufgaben schwer fallen.

Das Kind

• kann Knopf- und Reißverschlüsse nicht schließen und kann keine Schleife binden

• isst unsauber und kann mit dem Besteck nicht gut umgehen

• hält den Stift etwas ungewöhnlich, malt nicht sauber aus und kommt nicht schnell genug mit,

wenn es in der Schule schreibt

• bastelt und schneidet ungern, da es z.B. mit der Schere nicht ordentlich ausschneiden kann

• hantiert ungeschickt mit kleinen Materialien wie Perlen, Steckspielzeug und mit Werkzeug

 

Zu den häufigsten Begleiterscheinungen gehören

• Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS)

• Lese-Rechtschreibstörungen / Rechenstörungen

• Sprachauffälligkeiten

• Probleme mit dem Selbstbewusstsein

• Fettsucht (Adipositas)

Tätigkeiten, denen eine spezielle motorische Geschicklichkeit zugrunde liegt, haben im Kindesalter eine höhere Bedeutung als im Erwachsenenalter. Deshalb werden Kinder mit UEFM häufig von Gleichaltrigen ausgegrenzt. Sie können beim Radfahren und Fußballspielen nicht mithalten, werden im Sportunterricht gehänselt und sind immer die Letzten beim Einräumen ihrer Schultasche. Ihre „Unordentlichkeit“ ist immer wieder ein Anlass für Ermahnungen seitens der Erwachsenen. Dies kann dazu führen, dass die Kinder in einen Teufelskreis geraten; sie bewegen sich weniger, lassen andere machen, probieren weniger aus und trauen sich immer weniger zu.

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